Kunst im Zentrum
Susanne Immer: Bildhauerin und Objektkünstlerin
Rot ist die bevorzugte Farbe der Linien aus Stahl die sich in den Raum hineinbewegen. Damit setzt Susanne Immer die Verbindung von Objekt und Zeichnung. Susanne Immer ist in Bielefeld geboren, lebt und arbeitet seit Jahrzehnten in Reutlingen. Sie absolvierte die Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig und war unter anderen Stationen an der École des Beaux Arts in Nîmes. Ihre Liste der Preise, Stipendien und Kunst am Bau Projekte ist beachtlich, ebenso ihre Ausstellungen im In- und Ausland. „Ruhendes – etwa stillgelegte Fabrikationsanlagen, die ich während meines Studiums an der Kunsthochschule in Braunschweig mit großer Neugier betrachtete und mir dabei die wieder einsetzenden Produktionsabläufe vorstellte –, stehendes Wasser, das plötzlich zu fließen beginnt, oder gespannte Gummiringe, die nach einiger Zeit zerfasern: All das fasziniert mich. Es ist der (scheinbare) Stillstand, dem die Möglichkeit zur Bewegung immanent ist. Die Möglichkeit von Veränderung und Wandel – und innerhalb der einmal eingeschlagenen Bewegungsrichtung zugleich die Perspektive auf eine Richtungsänderung.“
Susanne Immer / VG-Bild
Ruth Kasper: Fotokünstlerin
Die künstlerische Arbeitsserie „structures“ basiert auf Fotografie und widmet sich den Strukturen der Natur. Die Künstlerin, ausgebildet im Fotodesign an der Adolf-Lazi Akademie in Esslingen und mit einem weiteren Studienaufenthalt am Colorado Mountain College (USA), kann auf Ausstellungen im In- und Ausland verweisen und ist u. a. stellvertretende Vorsitzende der Fachgruppe Fotografie/Medien der GEDOK sowie Mitglied im BBK. Ausgangspunkt jeder Arbeit ist ein fotografisches Motiv, das jedoch nicht als reine Abbildung bestehen bleibt. Vielmehr entsteht ein spannungsreicher Dialog zwischen Fotografie und freier künstlerischer Interpretation. Die Werke sind einerseits Fotoabzüge hinter Acrylglas und als Mischtechnik Fotodruck auf Leinwand und anschließend mit Acrylmalerei ergänzt. So verschmelzen Realität und Abstraktion zu einer neuen Bildsprache. Charakteristisch ist dabei das Spiel zwischen Sichtbarkeit und Andeutung: Das ursprüngliche Motiv bleibt fragmentarisch erkennbar oder löst sich beinahe vollständig auf. Betrachtende sind eingeladen, eigene Assoziationen zu entwickeln und ihre Kreativität frei zu entfalten.
Ausstellungsdauer: 18. Juli 2026 bis 28. November 2026
Sie möchten unsere Kunstausstellung besuchen?
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9:00 – 16:00 Uhr
Eintritt frei
Bitte melden Sie Ihren Besuch telefonisch oder per E-Mail an:
Telefon: 07152 30550-200
E-Mail: info@bz-af.de
SO FINDEN SIE UNS
Rückblick
… in der Reihe Symbiozän
In der Reihe Symbiozän zeigen wir Ihnen zwei Mal im Jahr künstlerische Positionen. Der Begriff Symbiozän ist ein hochaktueller Begriff, der in Wissenschaft, Architektur und Kunst Verwendung und Anwendung findet. Er ist eine Verschmelzung von Symbiose und Anthropozän. Als Anthropozän wird unser Zeitalter bezeichnet. Es ist das menschgemachte Zeitalter, der Mensch formt und prägt die Erde wie nie zuvor. Die Symbiose ist ein Begriff aus der Biologie und bezeichnet das Zusammenleben unterschiedlicher Arten. Symbiozän meint also die Verwebung von menschgemachten Materialien und Objekten im Zusammenschluss mit der Umwelt zu etwas Neuem.
Kuratorin | Ruth Rosa Stützle-Kaiser, Kunsthistorikerin und Kulturwissenschaftlerin M.A. | www.ruthrosa.de