Fassadendämmung

Fassadendämmung ist eine energetische Maßnahme zur Reduzierung des Wärmeverlusts über die Außenwände eines Gebäudes, um Heizkosten zu senken, das Raumklima zu verbessern und die Bausubstanz zu schützen.

 

 

Es gibt verschiedene Arten der Fassadendämmung:

Wärmedämmverbundsystem (WDVS):
Hierbei werden Dämmplatten direkt auf die Außenwand geklebt oder gedübelt und anschließend verputzt. Diese Methode ist weit verbreitet und bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF):
Bei dieser Methode wird die Dämmung auf der Außenwand angebracht und mit einer Unterkonstruktion sowie einer Fassadenverkleidung versehen. Zwischen Dämmung und Verkleidung bleibt ein Luftspalt, der Feuchtigkeit ableitet und somit Schimmelbildung vorbeugt.

Kerndämmung
Diese Methode eignet sich für zweischalige Mauerwerke mit einem Hohlraum zwischen den Schalen. Der Hohlraum wird mit Dämmmaterial, oft in Form von Einblasdämmung, gefüllt.

Es gibt verschiedene Dämmmaterialien, die Fassadendämmung verwendet werden können, darunter:

Organische Dämmstoffe (synthetisch)

  • Polystyrol (EPS, Styropor & XPS): Günstig, leicht, wasserabweisend, jedoch brennbar und nicht diffusionsoffen
  • Polyurethan (PUR/PIR): Hohe Dämmleistung, feuchtigkeitsbeständig, jedoch teurer

Anorganische Dämmstoffe (mineralisch)

  • Mineralwolle (Steinwolle, Glaswolle): Diffusionsoffen, nicht brennbar, guter Schallschutz
  • Blähton, Perlite, Schaumglas: Nicht brennbar, feuchtigkeitsbeständig, jedoch kostenintensiver

Nachhaltige & ökologische Dämmstoffe

  • Holzfaser: Gute Wärmespeicherung, umweltfreundlich, aber schwerer
  • Hanf, Flachs, Kork: Diffusionsoffen, schimmelresistent, ökologisch nachhaltig
  • Zellulose (Altpapier): Gute Wärmedämmung, nachhaltig, aber anfällig für Feuchtigkeit

VORTEILE

  • Energieeinsparung:
    Eine fachgerecht ausgeführte Fassadendämmung kann den Heizenergieverbrauch um bis zu 25 % reduzieren

  • Verbesserter Wohnkomfort:
    Durch die Dämmung bleiben die Innenwände wärmer, was zu einem angenehmeren Raumklima führt und das Risiko von Schimmelbildung verringert.

  • Wertsteigerung der Immobilie:
    Energieeffiziente Gebäude sind auf dem Immobilienmarkt gefragter und erzielen oft höhere Verkaufspreise.

  • Beitrag zum Klimaschutz:
    Ein niedrigerer Energieverbrauch führt zu einer geringeren CO₂-Emission.

VERWENDUNG

  • Verbesserung der Energieeffizienz:
    Durch die Reduzierung des Wärmeverlusts sinken die Heizkosten spürbar.

  • Schutz der Bausubstanz:
    Die Dämmung verhindert Feuchtigkeitsschäden und verlängert die Lebensdauer der Fassade.

  • Optimierung des Wohnkomforts:
    Innenräume bleiben im Winter wärmer und im Sommer kühler, was das Raumklima verbessert.

  • Lärmschutz:
    Besonders schwere Dämmstoffe wie Mineralwolle reduzieren den Außenschall deutlich.

  • Vermeidung von Schimmelbildung:
    Eine gut ausgeführte Fassadendämmung verhindert Wärmebrücken, an denen sich Feuchtigkeit sammeln können.

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